Hier finden Sie Informationen zum Thema „Kaltluftseen in der Schweiz“. Die Seite hat folgende Schwerpunkte:
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- Grundlagen und Voraussetzungen für die Bildung von Kaltluftseen werden diskutiert.
- Bekannte (La Brévine oder die Glattalp) und weniger bekannte Kaltluftseen werden vorgestellt.
- In einigen Kaltluftseen (aktuell am Sämtisersee , auf der Alp Hintergräppelen, in La Chaux-d’Abel und am Sägistalsee) werden eigene Messungen durchgeführt oder sind solche geplant. Resultate und Auswertungen dieser Messungen werden nach und nach auf kaltluftseen.ch publiziert.
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Allgemeines zu Kaltluftseen
Die tiefsten Minimaltemperaturen in der Schweiz treten nicht auf den höchsten Gipfeln der Alpen, sondern in Kaltluftseen auf. definiert den Begriff Kaltluftsee als
„Ansammlung lokal gebildeter Kaltluft in abgeschlossenen konkaven Geländeformen oder an Hindernissen infolge Kaltluftstaus.“
Kaltluftseen üben eine ganz eigene Faszination aus. Sie entkoppeln sich von ihrer Umgebung, und man taucht unter idealen Bedingungen temperaturmässig innerhalb kürzester Distanzen in eine komplett andere Welt ein.
Das Interesse an Kaltluftseen ist mehr als 100 Jahre alt. Ein Pionier der Erforschung von Kaltluftseen in der Schweiz war der promovierte Botaniker und Naturwissenschafter Samuel Aubert. Das folgende Zitat von ihm gibt etwas von der Anziehungskraft wieder:
„Es kam mir einmal in den Sinn, den nächtlichen Temperaturrückgang in der Sèche [des Amburnex] zu messen und so zu prüfen, welche Abkühlung der blühende Seidelbast zu ertragen vermag. Mitte Juni des Jahres 1899 notierte ich bei heiterem Himmel unglaubliche -7 °C in Bodennähe. Ich gebe gerne zu, es bereitete mir ein inniges Vergnügen, die Nacht unter dem azurblauem Himmelsgewölbe, alleine mit der schlafenden Natur, zu verbringen.
Kurz nach Sonnenuntergang sind all meine Thermometer, welche ich Stunde für Stunde ablesen werde, in der Sèche [des Amburnex] an ihrem Platz und nach und nach sehe ich, wie die Nacht auf die Erde absinkt und Berge und Wälder in ihren grösser werdenden Schatten taucht. Nichts ist mehr zu hören ausser den Glocken der Herde, die in der Ferne noch weidet. Nach und nach verstummen sie und dann ist es Stille – diese grossartige Ruhe, die bis zum Anbruch des neuen Tages von nichts gestört wird, nicht einmal durch einen Windhauch, die tief beeindruckt und ein geheimnisvolles, unbeschreibliches Gefühl zurücklässt!“
Struktur und Inhalt dieser Seite wachsen – ich freue mich über Anregungen, Fragen und konstruktive Kritik. Sie können unter info@kaltluftseen.ch eine Nachricht hinterlassen.
